
Matti Geyer – Radiojournalist aus Berlin
Berlin hören, Geschichte erzählen.
Ich bin Matti Geyer und arbeite als Radioredakteur, Reporter und Moderator. Im Radio verbinde ich meine Leidenschaft für Berlin, Geschichte und Menschen mit journalistischer Neugier und Zeit fürs Zuhören.











Wie ich zum Radio gekommen bin – und warum ich geblieben bin
Eigentlich wollte ich schon als kleiner Junge nur eins: zum Radio.
Ich habe Songs angesagt, Moderatoren angerufen – und sie vermutlich auch ein bisschen genervt –, bis ich schließlich als Gast-DJ bei 104.6 RTL eingeladen wurde. Ein früher Traum, der sich erfüllt hat.
Dann kam erst einmal das Leben dazwischen: Ich habe Geschichte sowie Anglistik/Amerikanistik studiert, später meinen Master in European Studies gemacht – und mich intensiv meiner zweiten großen Leidenschaft gewidmet: dem Stadtführen.
Doch das Radio hat mich nie ganz losgelassen. Seit 2016 bin ich wieder voll dabei – zunächst im Praktikum, dann im Volontariat und schließlich als freier Mitarbeiter beim Berliner Rundfunk 91.4. In dieser Zeit waren wir mehrfach Marktführer.
Berliner Rundfunk 91.4 – Morgenshow, Redaktion & Reporterleben
Bis 2023 habe ich beim Berliner Rundfunk in unterschiedlichen Rollen gearbeitet: in der Tagesredaktion, als Morgenshow-Redakteur für Simone Panteleit und ihr Team, als Morgenshow-Producer, gelegentlich als Reporter sowie als Wochenendmoderator.
Ich war tätig als Redakteur und Projektmanager für Major Promotions, habe eigene Radio-Streams aufgebaut, geplant und moderiert und Interviews geführt.
Eine besondere Rolle spielten dabei redaktionelle Benchmarks wie „Stadtführer Claas“ und „Ist das Kunst oder kann das weg“, die Berlin erklären – für Berlinerinnen und Berliner.
Als Leiter von Major Promotions betreute ich unter anderem die Aktion „Der Song Ihres Lebens“: Musikstücke, die das Leben von Menschen nachhaltig verändert haben. Diese Promotion war zentraler Bestandteil unserer Bewerbung als Beste Morgenshow beim Deutschen Radiopreis – den wir in diesem Jahr tatsächlich gewonnen haben.
Auch als Reporter war ich regelmäßig unterwegs, in Berlin ebenso wie im Ausland, etwa beim Eurovision Song Contest.
Stadtführer Claas & „Ist das Kunst oder kann das weg“
Zwei Formate lagen mir besonders am Herzen:
„Stadtführer Claas“, redaktionell betreut von mir. Mein Stadtführer-Kollege Claas erzählt Geschichten über Berlin für Berliner.
„Ist das Kunst oder kann das weg“ nimmt sich Berlins öffentlicher – oft abstrakter – Kunst an und erklärt sie verständlich und mit Augenzwinkern. Auch hier übernahm ich die redaktionelle Verantwortung.
Beide Formate verbinden meine Arbeit im Radio direkt mit meiner Leidenschaft als Stadtführer – und sind deshalb hier auch bewusst verlinkt.
FluxFM – Freiheit, Tiefe und Berliner Schnipsel
Seit 2022 bin ich freier Mitarbeiter in der Redaktion von 100.6 FluxFM.
Hier habe ich meine eigene Stadtführer-Rubrik „Berliner Schnipsel“ entwickelt – ein echtes Herzensprojekt. 2025 wurde sie als Bestes Informationsformat für den Deutschen Radiopreis nominiert.
FluxFM gibt mir die Freiheit, auch längere, ernstere Beiträge zu machen. Besonders meine Reihe zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und zum letzten Deportationszug aus Berlin war ausschlaggebend für die Nominierung.
„Was für ein Leben“ – gelebte Geschichte im Radio
Aus dieser Arbeit entstand meine zweite eigene Rubrik: „Was für ein Leben“.
Hier interviewe ich Menschen mit außergewöhnlichen Biografien – im Langformat, mit Zeit und Tiefe. Das Format verbindet meine Leidenschaft für Radio und Geschichte.
Der Ursprung ist sehr persönlich: Ein Überlebender des letzten Deportationszugs erkannte sich in einem meiner Radiobeiträge wieder und erzählte mir, wie er als Baby gerettet wurde. Seitdem folgten viele eindrucksvolle Gespräche – mit jungen und alten Menschen, über Krieg und Mauer, Fluchten aus der DDR, Migration über das Mittelmeer, Berliner Originale und gelebte Geschichte. Und es gibt kein Ende in Sicht.
Interviews – Musik, Politik und alles dazwischen
Interviews machen mir generell großen Spaß. Schon früh wurde ich beim Berliner Rundfunk damit betraut – nicht zuletzt wegen meines englischen Hintergrunds.
Ich habe zahlreiche nationale und internationale Musiker*innen interviewt, darunter u. a.:
Mel C, Bonnie Tyler, Alice Cooper, Lynyrd Skynyrd, Kim Wilde, Lena Meyer-Landrut, Michael Schulte, Luca Hänni, Chris Norman, Alphaville, Deep Purple, Suzi Quatro, Uriah Heep, Katrina and the Waves, Lou Bega, Toto.
Genauso schlägt mein Herz für politische Themen:
Meine Bachelorarbeit beschäftigte sich mit Fox News und Extremismus in den USA, meine Masterarbeit mit Brexit und EU-Referenden. Schon beim Berliner Rundfunk war ich redaktionell und im Interview bei Berlin-, Bundes- und Europawahlen eingebunden.
Ich führte Interviews unter anderem mit
Martin Schulz (SPD), Claudia Roth (Grüne), Robert Habeck (Grüne), Sandra Maischberger, Wolfgang Kubicki (FDP), Beatrix von Storch (AfD), Klaus Lederer (damals Linke) und Eberhard Diepgen (CDU).
Bei FluxFM bin ich heute insbesondere für politische Berichterstattung rund um Wahlen verantwortlich – mit Gesprächen u. a. mit
Annalena Baerbock (Grüne), Gregor Gysi (Linke), Renate Künast (Grüne), Petra Pau (Linke), Bettina Jarasch (Grüne), Maral Koohestanian (Volt), Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Hildegard Bentele (CDU) sowie Kandidat*innen von Groß- und Kleinparteien auf Landes-, Bundes- und Europaebene.
Und jetzt?
Radio ist für mich Zuhören, Einordnen, Erzählen.
Ich freue mich auf alles, was noch kommt – auf mehr Geschichten, mehr Gespräche und mehr Radio.